top of page

"Sicherheit und Offenheit" - was der Landtag von seinen neuen Wachleuten erwartet


Great, Britain!
Symbolfoto Wachmann

Der Landtag hat turnusgemäß die Security-Dienstleistungen im Haus neu ausgeschrieben. Die Verträge laufen immer nur ein paar Jahre (diesmal maximal vier), man kann sich auch erneut bewerben. Das aktuelle Team hatte in den letzten Monaten einige Aufreger: Einen Drogenfund, Messer im Rucksack, Kartoffelbrei auf einem Bild, vom Poller geschrottete Autos...


Zu letzteren gibt es eine kleine Anekdote: Die Poller sind Wochen nach dem Lienkämper-Crash weiter außer Betrieb. Man überlegt noch, wie man künftig menschliches Versagen (also des Menschen am Hoch-runter-Schalter der Poller) vermeiden kann.


Zurück zu der Ausschreibung. In der heißt es unter anderem: "Der Bedeutung des obersten Verfassungsorgans des Landes Nordrhein-Westfalen entsprechend, sind die Anforderungen an den Schutz des Gebäudes und der darin tagenden Verfassungsorgane sowie ihrer Besucher hoch. Die zu gewährleistenden Sicherheitsstandards müssen die Repräsentationswirkung des Hauses und den Anspruch der Bürgerinnen und Bürger des Landes NRW, mit den von ihnen gewählten Abgeordneten in Kontakt treten zu können, berücksichtigen. Das ausgewogene Verhältnis zwischen "Sicherheit" und "Offenheit" stellt an einen Sicherheitsdienstleister besondere Anforderungen, auch im Hinblick auf die besonderen Anforderungen an das von ihm eingesetzte Personal."


Sicherheit und Offenheit - das könnte fast auf einem Wahlplakat stehen. Es gibt aber noch mehr Anforderungen: "Der Arbeitsrhythmus des Parlaments mit Plenartagen, Sitzungswochen und sitzungsfreien Wochen bestimmt die Anforderungen an die Landtagsverwaltung und deren externe Dienstleister. Der Sitzungskalender gibt für die Jahresplanung grundsätzlich einen Anhalt für deren periodische Wechselhaftigkeit und den variablen Unterstützungsbedarf. " Und weiter: "Die besonderen Anforderungen des Parlamentsbetriebs erfordern ein hohes Maß an Personenkenntnis, Erfahrungswissen und Flexibilität."


Heißt: Wenn Herr Wüst vor der Tür steht, sollte man ihn reinlassen, ohne nach seinem Ausweis zu fragen. Und immer aufpassen, dass keiner aus der Regierung vor 13 Uhr in die Kantine will!

Comments


bottom of page